Gefahren beim Straßenbau
Der Einsatz von Personal im Straßenbau ist von besonderen Anforderungen an Mensch und Material gekennzeichnet. Der auszufüllende Arbeitsplatz liegt im Freien und ist jeder herrschenden Witterung ausgesetzt. Dazu kommt der Umgang mit sehr schweren und bisweilen heißen Materialien. Die von diesen Umständen ausgehenden Gefahren für Beschäftigte im Straßenbau erfordern für die zu verwendende Berufsbekleidung zahlreiche Eigenschaften und Merkmale für die Sicherheit vor Verletzungen und Erkrankungen. Ergänzt werden diese Anforderungen durch eine Absicherung des Personals gegen Gefahren durch den fließenden Verkehr in der Nähe der Baustelle oder durch die auf der Arbeitsstelle eingesetzten Baufahrzeuge und Maschinen. Damit Menschen bei allen Witterungen und Lichtverhältnissen gut zu erkennen sind, wird das Personal mit Warnschutzkleidung ausgestattet.
Die Warnschutzbekleidungen unterliegen festgelegten Normen
Die Normung der Bekleidung ist in der europäischen Gesetzgebung festgelegt und in der Europanorm EN471 beschrieben. Demnach gibt es 3 Warnklassen, die einen unterschiedlichen Effekt in ihrer Stärke aufweisen. Die schwächste Klasse 1 hat nur geringe Warnwirkung durch auffällige Farbgestaltung und wird praktisch nicht angewendet oder vorgeschrieben. Die Klasse 2 entfaltet durch vorgeschriebene Farbgebung und Reflektoren bereits deutlich höhere Warnwirkung. Sie wird im Straßenbau für Tageslichtverhältnisse und geringe Geschwindigkeiten des fließenden Verkehrs eingesetzt. In der Klasse 3 für Warnschutzkleidung sind Farben und Reflektoren sogar in ihrer genauen Lage vorgeschrieben. Sie erzeugt die höchste Schutzwirkung und deckt auch Dunkelheit und schnell fließenden Verkehr ab. Diese Schutzklasse findet nicht nur im Straßenbau sondern auch für Rettungskräfte und Feuerwehren wegen ihres extrem hohen Signalwertes Verwendung.
Welche Farbkombinationen werden eingesetzt?
Zur Anwendung kommen die bekannten Signalfarben Orange, Neongelb, Neongrün und für Rettungskräfte häufig ein leuchtendes Rot. Im Straßenbau findet traditionell Orange die weiteste Verbreitung. Das Orange der Bauarbeiter und des sonstigen Personals im Straßenwesen ist bei vielen Kleidungsstücken mit anderen Farben kombiniert. So kommen Mischungen mit dunkelblauen oder grauen Stoffen häufig vor. Der Straßenbau erfordert speziell durch den fließenden Verkehr eine gute Kennzeichnung des Personals, um nicht von Fahrzeugen erfasst zu werden. Neben den Signalfarben wird daher mit Licht reflektierenden Applikationen gearbeitet. Sie werden vor allem an Armen und Beinen angebracht, da die Extremitäten den meisten Bewegungen unterliegen. Damit ist für Autofahrer eine gute Erkennungschance gegeben, da sie viele Reflexe als Signal erhalten und an den Bewegungsabläufen oder Silhouetten erkennen können, was sich dort bewegt.
Kleidungsstücke mit Warncharakter
Als Warnschutzkleidung kommen für den Straßenbau je nach Witterung und Lichtverhältnissen verschiedene Kleidungsstücke in Frage. Erhältlich sind T-Shirts und Sweatshirts in Warnfarben mit kurzen oder langen Ärmeln. Sie können mit reflektierenden Materialen bedruckt oder als aufgenähte Applikation besetzt sein. Im Angebot sind ferner 2-teilige Anzüge oder 1-teilige Overalls. Sie bieten durch großflächigen Einsatz der Warnfarben guten Schutz. Zur vorübergehenden Kennzeichnung bei wechselnden Lichtverhältnissen während der Dämmerung oder kurzen Aufenthalten auf der Baustelle eignen sich Warnwesten zum Überziehen über die sonstige Kleidung. Wichtig für die Funktion der zu tragenden Warnbekleidung ist das komplette Tragen aller zum Anzug gehörenden Kleidungsstücke. Jacken und Hosen entfalten ihre volle Warnwirkung nur durch ihre Kombination.